Hochzeitsfotograf Berlin fährt nach Bunde
Ende August geht es für mich an die Nordsee. Weit weg von zuhause in die letzte Ecke Niedersachsens an die Holländische Grenze. Ich fahre nach Bunde. Dort findet an einem Freitag eine Hochzeit statt, für die ich drei Tage unterwegs bin. 

Auto fahren macht mir prinzipiell Spaß und ich fahre auch sehr gerne längere Strecken. Die Fahrt ist anstrengend, geht aber schnell vorbei und so komme ich nach fünf Stunden gut im Norden an. Da die Feier erst am nächsten Tag stattfindet, schaue ich mir nach dem Check-In noch die Landschaft an. 

Alleine im Hotel
Das Hotel, in dem ich mich untergebracht habe, wird demnächst schließen und in den Gasträumen sind die Tische zusammen gestellt. Das Interieur, Teller, Lampen, Gläser, Besteck, und und und liegen bereit, um beim Flohmarkt am Wochenende verkauft zu werden. Die Hotelbetreiber wuseln durch die Gegend, um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen und so fällt das einchecken (“hier ist Ihr Schlüssel, wann wollen Sie morgen frühstücken?”) sehr kurz aus. Das Zimmer ist veraltet, aber ok. 

Ich verabrede mich für den Nachmittag mit dem Brautpaar auf einen Kaffee und fahre davor zum Deich. Ich war vor einigen Jahren mal in St. Peter Ordning mit der Konfirmationsgruppe. Seitdem bin ich nicht mehr an der Nordsee gewesen. Interessant wie unterschiedlich Nord- und Ostsee doch sind. 

Am Deich
Bei strahlender Sonne geht es ans Meer. Natürlich habe ich meine Kamera dabei. Hier ist es sehr einsam. Ich bin der einzige Mensch weit und breit. Es gibt einige Kühe, die mir Gesellschaft leisten. Um mich herum ist das Schmatzen und Mampfen der vielen Schafe zu hören, die hier zuhause sind und auf dem Deich leben. Sehr idyllisch 😀

Ditzum
Nach einer Weile am Deich mache ich mich auf den Weg nach Ditzum. Hier gibt es eine sehr schöne Hafenanlage mit einer riesigen Hochwasserschutzanlage. Von der steinernen Mauer habe ich eine gute Sicht auf das kleine Hafenbecken. Einige Fischerboote schaukeln leicht im Wasser. Dieses ist grau und sieht wie zu dünn geratene Gipsmasse aus. Die Abendsonne scheint auf die Backsteinhäuser. Am Deich sitzen Touristen und Einheimische. Einige Leute gehen mit ihren Hunden spazieren. Es ist still. Man hört das Geplätscher des Wassers und das Schreien der Möwen. Ich genieße die Sonne und schließe meine Augen.

Die Bohrinsel bei Dyksterhusen
Nach einem kurzen Treffen mit dem Brautpaar fahre ich noch zu einer ehemaligen Bohrinsel in der Nähe von Dyksterhusen. Der Weg dorthin ist sehr abenteuerlich und führt über kleine Feldwege und über den Deich. Danach geht es 200 Meter geradeaus. Man kann die Insel schon von Weitem sehen. Mehrere Camper stehen auf dem Parkplatz. Am Wasser sitzen einige Leute und schauen sich den Sonnenuntergang an. Einige planen anscheinend die Nacht hier zu verbringen. Es ist wirklich eine sehr schöne Location um hier den Abend ausklingen zu lassen oder eine Nacht mit dem Wohnmobil zu stehen. Als die Sonne weg ist, wird es schnell kalt. Ich fahre zurück zum Hotel, mache vorher aber noch ein Foto der Bohrinsel vom Deich aus. In der Dämmerung fahre ich über die Landschaft. Im Radio höre ich einen holländischen Sender, den ich so nah an der Grenze gut empfange. Die Musik gefällt mir und macht gute Laune. Ich freue mich auf die Hochzeit am nächsten Tag. 
Warst du schon einmal an der Nordsee? Was hast du dort erlebt? Schreib mir doch einfach mal.

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